Wer nicht durch die Stubnitz gefahren ist, vorbei am Nationalpark
Königsstuhl, genießt folgende unbekanntere Strecke:
Variante Nord
2: Am Jasmunder Bodden
Entlang des kleinen Jasmunder Boddens geht es von "Neu-Mukran"
links herum durch Waldwege nach "Lietzow" mit seinem kleinen
Schloss, das als Remineszens an Schwanenstein erreichtet über dem Ort thront. Holen Sie
sich an der Brücke zwischen kleinem und großem Jasmunder Bodden in der Traditionsräucherei
einen Imbiss und nehmen diesen auch gerne am Ufer des großen Jasmunder Boddens auf der
anderen Straßenseite der B96 ein. Eine halbe Stunde lang kann man am schönen Ufer
entlanglaufen, bis es unwegsam wird.
Abstecher nach "Ralswiek"? Wer sich eine
Radtour auf dem straßenbegleitenden Radweg (mit mehreren Steigungen) entlang der
Bundesstraße 96 in südlicher Richtung zumutet, der macht einen Abstecher nach "Ralswiek"
mit seiner Freilichtbühne (Massenevent "Störtebeker-Festspiele"),
Schloss und dahinterliegendem Reiterhof für die bei den
Aufführungen zum Einsatz kommenden Pferden. Zurück nach "Lietzow" geht es auf
gleichem Weg, eine Rundtour ist nicht möglich.
Von "Lietzow" aus weiter auf unserer
RügenRundTour könnten wir auf dem Radweg entlang der B96 fahren - reduzieren dies
zweifelhafte Vergnügen jedoch auf das unbedingt notwendige Maß. Vielmehr führt die
Promenade am "Großen Jasmunder Bodden" direkt in den Wald
hinein, wir halten uns links und gelangen über Waldwege durch eine
interessante Parkanlage mit Gutshaus und künstlicher Burgruine
(Wasserturm!) im Bogen zurück auf die B96. Sobald möglich biegen wir in
"Borchtitz" links ab und können entweder auf guter Strecke
dann wieder rechts über "Vorwerk", links herum zur Küste bei "Martinshafen"
fahren. Wer es naturverbundener mag, fährt von "Borchtitz" geradeaus bis zur
Küste und schlägt sich an dieser rechts herum durchs Unterholz auf
einem Wanderweg bis "Martinshafen".
Wir bleiben immer
am Ufer des großen Jasmunder Boddens und passieren "Neuhof", "Rechenberg",
"Polchow" (nicht durch, sondern hinter der Gartenkolonie
entlang fahren!).
Am "Spiekerschen
See" können wir rechts zum "Schloss
Spieker" (Restaurant, Hotel) abbiegen. Oder
einfach dem schönen Naturpfad durch den Sanddorn bis "Weddeort"
folgen. Hinter Weddeort" zeigt die Rügener Verwaltung, zu welchem Radwegebau sie in
der Lage ist, wenn nur der motorisierte (Land-)Wirtschaftsverkehr davon profitiert. Ein
extrem breites Autogerechtes Asphaltband ersetzt seit kurzem den schon vorher bestehenden
idyllischen und trotzdem gut befahrbaren Waldweg nach "Glowe".

Spätestens in "Glowe" treffen wir auf die
Radfahrer, die den Bogen über "Sassnitz" und die "Stubnitz" entlang
der Ostseeküste genommen haben. Der kleine Badeort entwickelt sich prächtig, mit Badestrand
(nettem Eiscafe und Freilandschach), würde er nicht in der Hauptsaison
vom endlosen Band des Autoverkehres in seiner Mitte zerschnitten. Wieder treffen wir an
der Küste an ein verfallenes dreieckiges Relikt der DDR-Baukunst, einst Restaurant mit
Meerblick. Am westlichen Ortseingang eine gigantische Ferienanlage im Bau, für die mit
dem spektakulären TV-Zuschauer bestimmten Bau eines Leuchtturmes
geworben wurde - in der Realität wirkt dieser jedoch erstaunlich unscheinbar.

Schaabe
Nicht zu verwechseln mit dem Küchenschädling ist die "Schaabe"
eine kilometerlange schmale (Sand-/Land-)verbindung, die die einstige Insel
"Wittow" seit 5000 Jahren zum Halbinsel-Teil Rügens macht. Die
Straßenverbindung ist des Sommers überlastet und durch Badegäste zugeparkt. Für
Radfahrer gibt es einen straßenbegleitenden Radweg. Immer wieder führen
Stichwege durch den Dünenwald zum schönen Strand, auf
dem das FKK-Prinzip unter alter DDR-Tradition strengstens galt. Am Ende der
"Schaabe" ein großes Appartment-Strandhotel am Ortseingang nach "Juliusruh".
Wer Richtung "Wiek" ohne Besuch von "Arkona"
abkürzen will, oder aber wer eine komplette Umrundung "Wittows" plant, findet
im benachbarten Kapitänsort "Breege" den Beginn eines
geeigneten ländlichen Radweges.
Wer aber weder Angst vor dem Wind auf "Wittow", noch den alten
slawischen Gottheiten und Touristenströmen in "Arkona" hat, biegt gleich nach "Juliusruh"
rechts ab aufs "Windland"!

Quartierempfehlungen für diese Teilstrecke: